
Unsere Pferde stammen alle aus Baden-Württemberg, die meisten aus der näheren Umgebung. Es handelt sich meist um Reit - und Sportpferde die z.b. an der "Dämpfigkeit", einer Atemwegserkrankung, oder auch an Erkrankungen des Bewegungsapparates leiden.
Bei jeder Pferdezucht fallen außerdem Fohlen an, die entweder das Zuchtziel nicht erreichen oder wegen sonstiger Erkrankungen nicht weiter aufgezogen werden können. Mit der Schlachtung liefern sie uns ein wertvolles Lebensmittel und verdienen es so schonend und rücksichtsvoll wie möglich behandelt zu werden.
Keines unserer Tiere wird aus dem Ausland importiert
Es handelt sich ausschließlich um einheimische Tiere die aus verschiedensten Gründen getötet werden müßen. Aber: Es kommen nur Tiere zu uns zur Schlachtung weil sie an physischen Defekten, nicht aber etwa an Infektionskrankheiten leiden. Dies wird streng und fortlaufend durch die Veterinärbehörden kontrolliert.
Der Beruf des Pferdemetzgers verlangt nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch besonderes Einfühlungsvermögen gegenüber seinen Schlachttieren. Viele Besitzer liefern ihre Pferde selbst ab wollen auch bei der Schlachtung anwesend sein. Gerade wie sich der letzte Gang der Pferde vollzieht beweist Verantwortung und Rücksichtnahme gegenüber Tier und Mensch.
Für den schonenden Umgang mit den Pferden wurde unsere Metzgerei 1998 mit dem Ehrenpreis "Blaues Pferd" der Deutschen Vereinigung zum Schutz des Pferdes sowie dem Horsemanship ausgezeichnet. Wir unterstützen den DVSP im Kampf gegen qualvolle Schlachttiertransporte ins Ausland, und lehnen es strikt ab aus dem Ausland importierte Pferde zu übernehmen. Selbstverständlich lehnen wir es auch ab Schlachtpferde ins Ausland zu verkaufen.
Die Schlachtung
Pferde sind meist gut an den Umgang mit Menschen gewöhnt und lassen sich ohne Scheu in die Schlachthalle führen. Mit dem Bolzenschussapparat erfolgt eine blitzartige Betäubung, so dass das Tier von der nachfolgenden Tötung durch Blutentziehung nichts mehr mitbekommt.
Nach der Schlachtung kontrolliert der zuständige Tierarzt die Schlachtkörper und erteilt die Freigabe durch Stempelung. Lt. Statistik liegt bei Pferden die Häufigkeit von Genussuntauglichkeitsmängeln deutlich niedriger als bei anderen Schlachttieren.
Beim gesamten Schlacht- und Produktionsvorgang streben wir höchste Präzision und Professionalität an um ein qualitativ hochwertiges Produkt herstellen zu können.
Ein Wort an die Besitzer von Pferden:
Sicher will niemand, der gerade ein Pferd erwirbt, gerne an das Ende seines vierbeinigen Gefährten denken. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass bei der Beantragung eines Equidenpasses die Eintragung: " Nicht zur Schlachtung vorgesehen " die spätere Verwendung als Schlachtpferd unwiderruflich ausschließt. Jeder Pferdebesitzer sollte sich daher schon frühzeitig mit diesem Sachverhalt auseinandersetzen. Der Eintrag " Zur Schlachtung vorgesehen" lässt jedem Pferdebesitzer immer noch alle Möglichkeiten offen. Es steht ihm frei das Pferd, wenn es denn erforderlich sein sollte es zu töten, dennoch einschläfern zu lassen. - Oder es besser doch an einen Schlachtbetrieb zu veräußern , wo es in Sekunden getötet wird und als Nahrungsmittel verwendet werden kann.
Als Pferdebesitzer sollten Sie daran denken, dass das Einschläfern Ihres Tieres mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Unsere Metzgerei ist jederzeit am Erwerb von Pferden interessiert und kann Ihnen noch einen fairen Preis für Ihr Tier bieten. Grundsätzlich hat jeder Pferdebesitzer, der sein Tier bei uns schlachten lassen will, die Möglichkeit bei der Tötung seines Tieres anwesend zu sein. Überzeugen Sie sich davon, dass wir zu Recht den Ehrenpreis "Blaues Pferd" erhalten haben.
Deshalb: Verbauen Sie sich nicht diese Möglichkeit durch voreilige Eintragungen in den Equidenpass - und überlegen Sie: Soll Ihr Pferd später als Abfall entsorgt werden oder besser doch als Nahrungsmittel dienen?
Sie erreichen uns während der Geschäftszeiten unter Tel.: 07151-53554
Außerhalb der Geschäftszeiten, auch am Wochenende: Tel.: 07195 - 62214
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